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Grabstätte Georg Fahrbach

    Adresse: Dornhaldenfriedhof
    Auf der Dornhalde 8, 70597 Stuttgart
    ZugangÖffnungszeiten städtische Friedhöfe
    Beisetzung:1976
    © Barbara Kloubert

    Georg Fahrbach wurde am 6. April 1903 in Criesbach am Kocher geboren. Nach einer Ausbildung im Verwaltungsdienst arbeitete er ab 1926 bei der Württembergischen Hypothekenbank, wo er bis zu seinem Ruhestand tätig blieb, und eine leitende Position erreichte. Parallel engagierte er sich ab den 1920er Jahren im Schwäbischen Albverein, dessen Hauptausschuss er 1931 beitrat.

    Am 1. Mai 1933 trat Fahrbach der NSDAP bei. Im Zuge der Gleichschaltung des Schwäbischen Albvereins unterstützte er die Anpassung der Vereinsstruktur an die nationalsozialistischen Vorgaben, darunter den Ausschluss von „Nichtariern“ und „Marxisten“. 1939 wurde er zum Vorsitzenden des Vereins gewählt. In dieser Funktion zeigte er öffentliche Loyalitätsbekundungen gegenüber dem NS-Regime, unter anderem durch Glückwunschtelegramme an führende Nationalsozialisten und die Einbindung von NS-Funktionären in Vereinsämter.

    1941 wurde Fahrbach zur Wehrmacht eingezogen und als Kriegsverwaltungsrat in Frankreich und Italien eingesetzt. Nach 1945 wurde er von der amerikanischen Militärregierung suspendiert. Im Entnazifizierungsverfahren begründete er seine NSDAP-Mitgliedschaft mit beruflicher Anpassung. Der Historiker Hans-Werner Frohn bewertet Fahrbach überwiegend als Opportunisten im Rahmen des NS-Systems ein.

    Nach Abschluss des Verfahrens kehrte er in leitender Position zur Württembergischen Hypothekenbank zurück und übernahm von 1949 bis 1973 erneut den Vorsitz des Schwäbischen Albvereins. Er war zudem in verschiedenen überregionalen Wander- und Naturschutzverbänden aktiv. Georg Fahrbach starb 1976 in Stuttgart.

    Siehe auch:
    Georg Fahrbach – Wikipedia
    Die Geschichte des Schwäbischen Albvereins

    Text: Beate Müller
    Publiziert am: 14. Juli 2026