Adresse: Waldfriedhof – Abteilung 16b
Waldfriedhof 3, 70597 Stuttgart
Zugang: Öffnungszeiten städtische Friedhöfe
Beisetzung: 1970
© Beate Müller
Ida Kerkovius wurde am 31. August 1879 in Riga (damals Russisches Kaiserreich) geboren und wuchs in einer deutschbaltischen Familie auf. Nach ihrer Ausbildung in Riga studierte sie u. a. bei Adolf Hölzel in Dachau und Stuttgart, wo sie Meisterschülerin wurde und später als Assistentin unterrichtete. Weitere Stationen waren Berlin und das Bauhaus in Weimar (1920–1923).
1930 hatte sie ihre erste große Einzelausstellung beim Württembergischen Kunstverein. Ab 1933 wurde ihr Werk von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, was ihre künstlerischen Möglichkeiten stark einschränkte. In dieser Zeit reiste sie vermehrt ins Ausland. 1939 wurde ihre Familie im Zuge des Deutsch-Sowjetischen Vertrages umgesiedelt, wobei viele ihrer Werke verloren gingen. Während des Zweiten Weltkriegs lebte sie zurückgezogen; 1944 zerstörte ein Bombenangriff ihr Atelier in Stuttgart und vernichtete große Teile ihres Frühwerks.
Nach 1945 nahm sie ihre künstlerische Arbeit wieder auf und wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz (1954). Ida Kerkovius starb am 7. Juni 1970 in Stuttgart.
Siehe auch:
Kerkovius, Ida – Kulturstiftung
Text: Beate Müller
Publiziert am: 25. Mai 2026
