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Mahnmal Birkenkopf

    Adresse: Birkenkopf, 70197 Stuttgart
    Zugang: öffentlicher Raum
    Eigentum: Stadt Stuttgart
    Einweihung: 1953 / Erneuerung: 19. November 2003 / Erweiterung: 08. Mai 2026
    © Beate Müller / Wikimedia Commons

    Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Stuttgart durch Luftangriffe zu mehr als 45 Prozent zerstört. In den Jahren von 1953 bis 1957 wurden rund 1,5 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt auf den Birkenkopf im Südwesten der Stadt transportiert. Dadurch wuchs der Berg um 40,2 Meter an. Noch heute sind dort Fassadenreste zerstörter Gebäude sichtbar, weshalb der Birkenkopf im Volksmund den Beinamen „Monte Scherbelino“ erhielt.

    Auf Anregung des Kulturamts brachte man in den 1960er Jahren zwei Gedenktafeln auf dem Birkenkopf an. Eine davon trägt die Inschrift: „Dieser Berg, nach dem Zweiten Weltkrieg aufgetürmt aus den Trümmern der Stadt, steht den Opfern zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung.“

    Bereits 1953 ließ der Pfarrer der Paul-Gerhardt-Gemeinde ein erstes provisorisches Holzkreuz errichten. Dieses wurde zweimal erneuert, bevor es im Jahr 2003 durch ein Stahlkreuz ersetzt wurde.

    Am 8. Mai 2026 wurde auf dem Birkenkopf eine Gedenkstele eingeweiht, die Besucherinnen und Besuchern erstmals dauerhaft Informationen zur Geschichte des Ortes vermittelt. Die Tafel beschreibt die Entstehung des Hügels aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs und zeichnet zugleich die Entwicklung des Standorts nach. Dabei werden sowohl frühe Siedlungsspuren als auch die Rolle des Birkenkopfs während der Kriegszeit und seine heutige Funktion als Erinnerungsort und beliebtes Ausflugsziel thematisiert.

    Siehe auch:
    Stadtlexikon Stuttgart
    Wikipedia

    Text: Beate Müller
    Publiziert am: 12. Mai 2026