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Grabstätte Karoline und Max Krakauer

    Adresse: Israelitischer Friedhof – Abteilung C
    Ziegelbrennerstraße 23, 70374 Stuttgart
    Zugang: Öffnungszeiten jüdische Friedhöfe
    An jüdischen Feiertagen und Schabbat ist der Friedhof geschlossen.
    Eigentum: Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs
    Einweihung: 1965 / 1972
    © Beate Müller / Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs

    Das jüdische Ehepaar Max und Karoline Krakauer überlebte den Nationalsozialismus in Deutschland. Karoline Krakauer, geboren am 5. Oktober 1895, wurde auch Ines genannt. Max Krakauer, geboren am 19. Dezember 1888, war bis zum Gewerbeverbot durch die Nationalsozialisten im Filmverleih in Leipzig tätig. Zusammen versuchten sie zu emigrieren, was nicht gelang. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs musste das Ehepaar Zwangsarbeit leisten. Ab Januar 1943 lebten sie im Untergrund. Bis zur Befreiung hielten sie sich in 66 verschiedenen Verstecken auf, unter anderem in evangelischen Pfarrhäusern in Berlin, Brandenburg, Pommern und ab August 1943 in Württemberg. Dort lebten sie unter dem Namen „Ackermann“.

    1947 veröffentlichte Max Krakauer ein Erinnerungsbuch über diese Zeit. Elf ihrer Helferinnen und Helfer wurden später von Israel mit dem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet.

    Max Krakauer starb am 6. März 1965, Karoline Krakauer am 7. März 1972. Das Grab der Eheleute liegt im israelitischen Teil des Hauptfriedhofs in Bad Cannstatt.

    Siehe auch:
    Gedenkstätte Stille Helden
    Alemannia Judaica