Adresse: Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule – Schulhof zwischen Verwaltungsgebäude und K-Bau
Sickstraße 165, 70190 Stuttgart
Zugang: Außerhalb der Schulzeiten geschlossen
Eigentum: Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule
Einweihung: 1960
© Beate Müller / Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule
Die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule vereint heute verschiedene Bildungsgänge unter einem Dach. Ihre institutionelle Vorgeschichte reicht bis ins Jahr 1937 zurück, als eine Wirtschaftsoberschule gegründet wurde. Seit 1959 befindet sich die Schule an ihrem heutigen Standort in unmittelbarer Nähe des Parks der Villa Berg. Bereits im folgenden Jahr entstand im Schulhof ein Denkmal, das der Erinnerung an ehemalige Schüler gewidmet ist, die während der beiden Weltkriege ihr Leben verloren.
Gestaltet wurde das Denkmal von dem Stuttgarter Bildhauer Otto Baum (1900–1977). Während der NS-Zeit wurden einige seiner Werke als „entartete Kunst“ diffamiert.
Das Denkmal besteht aus einem freistehenden, gemauerten Relief aus Muschelkalk. Auf der Vorderseite befinden sich sowohl bildhauerisch gestaltete abstrakte Formen als auch eine Inschrift mit den Jahreszahlen „1914–1918“ und „1939–1945“, die sich rechts mittig befindet und teilweise von Efeu überwachsen ist. Die Signatur des Künstlers ist auf der Vorderseite links angebracht.
In der Literatur erscheint das Objekt unter unterschiedlichen Bezeichnungen. Verwendet werden beispielsweise die Titel „Mahnmal für die gefallenen Schüler“, „Ehrenmal für die gefallenen Schüler der Wirtschaftsoberschule“ oder verkürzt „Ehrenmal für die gefallenen Schüler“.
Der bauliche Zustand des Denkmals weist heute mehrere Schädigungen auf. Im mittleren Bereich des Baukörpers ist das Mauerwerk gebrochen. Zudem ist die Rückseite großflächig mit Graffiti überzogen. Auch die ursprüngliche farbliche Gestaltung des Reliefs ist inzwischen nicht mehr vorhanden.
Siehe auch:
Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule
Text: Beate Müller / Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule
Publiziert: März 2026


